Neues Verpackungsgesetz ab 01.01.2019 – 08/2017

Am 1. Januar 2019 wird das Verpackungsgesetz in Kraft treten. Es entwickelt die bestehende Verpackungsverordnung im ökologischen Sinn weiter und hat zum Ziel, die Vermeidung und das Recycling von Verpackungsabfällen noch stärker zu fördern. Das Gesetz richtet sich an Verbraucher, Entsorger und Produzenten von Verpackungen. Verbraucher müssen künftig auf einige Getränke mehr Pfand zahlen, etwa auf Frucht- und Gemüse-Säfte mit Kohlensäure. Die thermische Verwertung von Kunststoffverpackungen soll deutlich gesenkt werden. Hersteller müssen die Produktion von Verpackungen stärker danach ausrichten, dass diese gut recycelt werden können.

Die von Industrie und Handel finanzierten dualen Systeme müssen ab 2019 deutlich höhere Recycling-Quoten für die bei Ihnen lizenzierten und von ihnen erfassten Verpackungen erreichen. Bei anderen Verpackungsmaterialien werden die Recycling-Quoten auch deutlich erhöht.

Mehrwegverpackungen werden besonders gefördert. Bei Getränkeverpackungen wird ein Mehrweganteil von 70 Prozent angestrebt. Dazu sollen eine Hinweispflicht an den Getränkeregalen sowie die Ausweitung der Pfandpflicht für Einweggetränkeverpackungen, z.B. auf Fruchtschorlen, beitragen.

Eingerichtet wird eine Zentrale Stelle eingerichtet, die einen fairen Wettbewerb und einen konsequenten Vollzug gewährleisten soll. Sie dient als Registrierungs- und Standardisierungsstelle.

Über die Durchführung der Sammlung vor Ort bestimmen die Kommunen. So bleibt es vor Ort bei unterschiedlichen Systemen, wie z.B. dem gelben Sack oder der gelben Tonne für Verpackungen.