Neuregelung – TRGS 527 – Tätigkeiten mit Nanomaterialien – 06/2020

Am 20.2.2020 ist die neue TRGS 527 – Tätigkeiten mit Nanomaterialien in Kraft getreten. Die bisherige Bekanntmachung zu Gefahrstoffen, BekGS 527 „Hergestellte Nanomaterialien“ wurde aufgehoben.

Die TRGS 527 regelt umfassend den Schutz der Beschäftigen bei der Arbeit mit Stoffen, die aus Nanomaterialien bestehen oder Nanomaterialien enthalten. Nanomaterialien im Sinne der TRGS 527 bezeichnen sowohl nach EU-REACH-Verordnung registrierte Nanoformen von Stoffen, als auch nicht registrierte Nanoformen von Stoffen.

Die TRGS 527 trägt die Hinweise auf Nanomaterialien zusammen. So können verschiedene Eigenschaften auf mögliche Nanomaterialien hindeuten – etwa Kratzfestigkeit, Porosität und Flammenhemmung.

Regelungsinhalt der TRGS 527

Die TRGS 527 umfasst

  • Tätigkeiten mit Nanomaterialien sowie
  • Nanomaterialien, die als Produkte gehandhabt werden

und gilt nicht für

  • natürliche Nanomaterialien, es sei denn, es werden Tätigkeiten mit ihnen ausgeführt,
  • bei Prozessen anfallende Nanomaterialien (z.B. Schweißrauche), es sei denn, sie werden als Produkte gehandhabt.


Gefährdung und Schutzmaßnahmen

Die TRGS 527 hilft den ArbeitgeberInnen dabei, speziell die Gefährdungen in der Arbeit mit Nanomaterialien zu ermitteln, zu beurteilen und entsprechende Schutzmaßnahmen zu treffen. Die Hauptgefährdung durch Nanomaterialien entsteht dadurch, dass sie sich in der Luft verteilen. So können MitarbeiterInnen die Nanomaterialien einatmen oder es kann zu Staubexplosionen kommen.

Die Beschäftigten können mit den Nanomaterialien selbst arbeiten, beispielsweise indem sie Industrieruß verwenden, um Farben zu schwärzen. Sie können aber z.B. auch selbst Glasflächen produzieren, die durch Schichten aus Nanoteilchen entspiegelt werden.

Mit der TRGS 527 als Ratgeber können ArbeitgeberInnen ihre Schutzmaßnahmen auch auf deren Wirksamkeit hin überprüfen und ihre Beschäftigen entsprechend unterweisen.