Marktstammdatenregister ab 01.07.2017: Erfassung der Stammdaten aller Marktakteure und leitungsgebundenen Anlagen im Strom- und Gasmarkt – 07/2017

Ab dem 01.07.2017 nimmt das Marktstammdatenregister seinen vollständigen technischen Betrieb. Die Bundesnetzagentur wird das Marktstammdatenregister als online-basierte Datenbank betreiben.

Durch die Marktstammdatenregisterverordnung wurde die rechtliche Grundlage für die Errichtung und den Betrieb eines Marktstammdatenregisters energiewirtschaftlicher Daten geschaffen. Diese konkretisiert die Meldepflichten aller Marktakteure sowie die Netzbetreiberprüfungen. Bei Verstößen gegen die Verordnung drohen erhebliche Sanktionen. Neben Sanktionen der Bundesnetzagentur geht es um den Verlust bzw. die Reduzierung der EEG-Förderung, des KWKG-Zuschlags.

Das Marktstammdatenregister ersetzt das PV-Meldeportal und das EEG-Anlagenregister und erweitert diese. Es soll zukünftig die Stammdaten aller Marktakteure und leitungsgebundenen Anlagen im Strom- und Gasmarkt erfassen. Das Register erfasst sämtliche Erzeugungsanlagen – Neuanlagen und Bestandsanlagen, Anlagen zur Erzeugung von erneuerbarer und konventioneller Energie, von Strom und Gas, bestimmte Verbrauchsanlagen sowie die Betreiber der Anlagen. Erfasst werden Stammdaten von Anlagen (technische Daten, Standorte, Netzanschlusspunkte) sowie aller Marktakteuren (Kontaktdaten, Verbindung zu den Anlagen). Nicht erfasst werden Bewegungsdaten, wie z.B. erzeugte Strommengen, vertragliche Beziehungen. Somit soll das Marktstammdatenregister der Verbesserung der Datenlage und der Transparenz in der Energiewirtschaft dienen.

Registrierungspflichtig sind insbesondere alle Netzbetreiber, Messstellenbetreiber, Lieferanten und Bilanzkreisverantwortliche im Strom- und Gasbereich, alle Betreiber von Erzeugungsanlagen und Speichern, neben den bisherigen EEG-Anlagen auch alle anderen Stromerzeugungsanlagen, Notstromaggregaten und Netzersatzanlagen. Einbezogen werden auch Großverbraucher an Hochspannungs- bzw. Fernleitungsnetzen.