Klärschlammverordnung- Neufassung (AbfKlärV) – 10/2017

Am 03.10.2017 ist die Neufassung der Klärschlammverordnung in Kraft getreten. Mit ihr wird der Einstieg in die Rückgewinnung von Phosphor und anderen Nährstoffen aus Klärschlämmen und in die Beendigung der bodenbezogenen Klärschlammdüngung rechtlich verankert.

Die Verordnung verpflichtet die Betreiber von Abwasserbehandlungsanlagen als Klärschlammerzeuger und die Betreiber von Klärschlammverbrennungsanlagen oder von Klärschlammmitverbrennungsanlagen grundsätzlich dazu, den in Klärschlämmen bzw. in Klärschlammverbrennungsaschen enthaltenen Phosphor nach einer gestaffelten Übergangsfrist von zwölf bzw. fünfzehn Jahren nach Inkrafttreten der Verordnung zurückzugewinnen. Im Rahmen der Ressourcenschonung soll der zurückgewonnene Phosphor – in Form von Phosphat – zur pflanzlichen Düngung eingesetzt werden. Parallel dazu soll die bisher praktizierte bodenbezogene Klärschlammverwertung deutlich eingeschränkt werden. Kläranlagen ab einer Ausbaugröße von 50.000 Einwohnerwerten (EW) haben fünfzehn Jahre, ab 100.000 EW zwölf Jahre Zeit, diese Verordnung umzusetzen. Kleinere Kläranlagen sind von der Verordnung nicht betroffen. Bis 2023 muss jede betroffene Kläranlage ein Konzept vorstellen, wie sie der Rückgewinnung nachkommen wird.