Die neue 44.BlmSchV – Vorschriften für mittlere Feuerungsanlagen – 08/2019

Die am 20.6.2019 in Kraft getretene 44. BImSchV beinhaltet neue Emissionsgrenzwerte für Schadstoffe wie Schwefeldioxid, Stickstoffdioxid, Staub und Formaldehyd. Eine besonders intensive Grenzwertverschärfung gibt es für Formaldehyd. Hierfür wird der Grenzwert von 60 mg/m³ auf 20 mg/m³ für neue und 30 mg/m³ für bestehende Anlagen begrenzt.

Die 44. BImSchV löst damit Regelungen über Anlagen der TA Luft und 1. BImSchV ab. Für bestehende Anlagen wurden Übergangsbestimmungen geschaffen, nach welchen die Regelungen der 44. BImSchV bis 1.1.2025 bzw. 1.1.2030 umzusetzen sind.

Des Weiteren werden entsprechende Mess-, Überwachungs- und Aufbewahrungspflichten festgelegt. Die Intensität der Messung hängt von der Leistung der Anlage und dem Brenn- bzw. Schadstoff ab. So sind z.B. Feuerungsanlagen mit einer Feuerungswärmeleistung von weniger als 25 MW stetig zu messen, wenn feste Brennstoffe verfeuert werden. Hingegen gibt es Erleichterungen bei der Messung von Anlagen mit einer Feuerungswärmeleistung von weniger als 20 MW, wenn gasförmige Brennstoffe verwendet werden.