Arbeitsschutzverordnung zu elektromagnetischen Feldern (EMFV) – 11/2016

Beschäftigte sind oft elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Feldern am Arbeitsplatz ausgesetzt.  Unternehmen sind verpflichtet, sie vor solchen Gefährdungen zu schützen.

Bis jetzt wurde dieser Bereich in Deutschland durch das Arbeitsschutzgesetz und die berufsgenossenschaftlichen Regelwerke (DGUV Vorschrift 15/BGV B11 und DGUV Regel 103-013/BGR B11) geregelt. Mit der neuen am 19.11.2016 in Kraft getretenen Verordnung zum Schutz der Beschäftigten vor Gefährdungen durch elektromagnetische Felder (Arbeitsschutzverordnung zu elektromagnetischen Feldern – EMFV) hat Deutschland die EU-Arbeitsschutz-Richtlinie 2013/35/EU über Mindestvorschriften zum Schutz von Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer vor der Gefährdung durch physikalische Einwirkungen (elektromagnetische Felder) in nationales Recht umgesetzt. Die Verordnung dient dem Schutz der Beschäftigten bei der Arbeit vor tatsächlichen oder möglichen Gefährdungen ihrer Gesundheit und Sicherheit durch Einwirkung von elektromagnetischen Feldern. Umfasst sind alle bekannten direkten und indirekten Kurzzeitwirkungen. Die DGUV Vorschrift und Regel sollen zukünftig zurückgezogen werden. Stattdessen sollen die Anforderungen der EMFV durch ein praxistaugliches Technisches Regelwerk konkretisiert werden, welches voraussichtlich Ende 2018 veröffentlicht wird.