Änderungen der CLP Verordnung (VO 1272/2008) – 05/2019

Änderungen der CLP Verordnung (VO 1272/2008) im Zug der Anpassungen an das GHS (Global harmonisiertes System für die Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien)

In Folge der Weiterentwicklung der GHS kam es zu einigen Folgeänderungen der CLP Verordnung über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen. Hierdurch wird eine neue Gefahrenklasse (desensibilisierte explosive Stoffe/Gemische und Erzeugnisse mit Explosivstoff) sowie eine neue Gefahrenkategorie (selbstentzündliche (pyrophore) Gase) innerhalb der Gefahrklasse „entzündbare Gase“ eingeführt.

Des Weiteren werden die allgemeinen Berücksichtigungsgrenzwerte um die Gefahrklassen „Spezifische Zielorgan-Toxizität (einmalige Exposition), Kategorie 3“ und die „Aspirationsgefahr“ mit einem Berücksichtigungsgrenzwert von 1% ergänzt. Bei den Begriffsbestimmungen bezüglich der Ätzwirkung auf die Haut und schweren Augenschädigungen entfällt die zeitliche Komponente, was dazu führt, dass das vorliegen einer solchen Gesundheitsgefährdung nicht mehr strikt an einen in Tagen gemessenen Heilungsprozess gebunden ist.

In Folge dieser Änderungen, kommt es zu Angleichungen hinsichtlich der Kennzeichnung und Verpackung bestimmter Stoffe und Gemische (Anhang II) , der Liste der Gefahrenhinweise (Anhang III), der Liste der Sicherheitshinweise (Anhang IV), der Gefahrenpiktogramme (Anhang V) und der Einstufung und Kennzeichnung für bestimmte gefährliche Stoffe (Anhang VI).